Homöopathie



"... ich glaube jetzt eifriger denn je an die Lehre des wundersamen Arztes, seitdem ich die Wirkung einer allerkleinsten Gabe so lebhaft gefühlt und immer wieder empfinde."

 

Johann Wolfgang von Goethe in einem Brief 1820 über Samuel Hahnemann

 

 

 

 


Dr. Samuel Hahnemann und die Entdeckung der Homöopathie

 

Dr. Samuel Hahnemann, der mit den zum Teil rabiaten Methoden der Mediziner seiner Zeit nicht glücklich und zufrieden war, verdiente sein Geld zeitweise mit der Übersetzung von medizinischen Büchern. Dies brachte ihn auf eine Idee:

Durch einen Selbstversuch Dr. Samuel Hahnemanns bei dem er immer wieder kleine Mengen Chinarinde einnahm, wurde vor über 250 Jahren die Homöopathie entwickelt. Jedes Mal nach der Einnahme zeigten sich Symptome, die der Malaria ähnlich waren. Kurz danach ließen diese Symptome wieder nach.

 

Der experimentierfreudige junge Arzt testete weitere Pflanzen und andere Substanzen und zog schließlich daraus einen für die homöopathische Behandlung ganz grundlegenden Schluss: Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt. Dies ist bis heute eine der wichtigsten Grundlagen der homöopathischen Behandlung.

 

Da viele pflanzliche Ausgangsstoffe wie zum Beispiel die Tollkirsche (Belladonna) oder der Sturmhut (Aconit), die in der Homöopathie genutzt werden, giftig sind, begann Hahnemann, die Mittel immer stärker zu verdünnen und entwickelte schließlich die Potenzierung.



Die homöopathische Erstanamnese

 

Am Beginn einer homöopathischen Behandlung steht die ausführliche Anamnese. Dafür sollten Sie ein bis zwei Stunden Zeit einplanen. Viele Menschen wundern sich anfangs, was ihr Homöopath alles wissen möchte. Es geht dabei nicht nur um das körperliche Symptom oder um die seelische Belastung, die den Patienten in die Praxis geführt hat, sondern auch um die Auslöser und Ursachen, um Begleitumstände und vieles mehr, wie zum Beispiel ein bestimmtes Verlangen oder eine Abneigung gegen verschiedene Nahrungsmittel. Der Homöopath versucht den Menschen so gut wie möglich durch ein intensives Gespräch auf allen Ebenen kennenzulernen. Daher ist es für einen guten Verlauf der Behandlung hilfreich, möglichst offen zu erzählen und die ergänzenden Fragen des Homöopathen so gut wie möglich, zu beantworten. Hier einige mögliche Themen und Fragen:  ist der Mensch gesellig oder lieber allein? wo verbringt er seinen Urlaub lieber? am Meer oder in den Bergen? Wie kommt er mit Hitze und Kälte zurück? Ist sein Schlaf gut? Träumt er viel? Kann er sich an seine Träume erinnern? Worüber kann er sich freuen? Was macht ihn traurig? Mag er Tiere oder hat er Angst vor bestimmten Tieren? Ekelt er sich zum Beispiel vor Spinnen? Gibt es andere Ängste? Furcht in der Dunkelheit oder vor Einbrechern? Sorgen, die belasten?  Wie sieht das Familienleben aus? Verstehen sich die Ehepartner? Wie sind Schwangerschaften verlaufen? Gibt es schwere Krankheiten in der Familie oder Menschen, die früh verstorben sind? Genaues Hinhören und eine gute Beobachtung sind daher die zwei wichtigsten Werkzeuge eines guten Homöopathen.

 


Homöopathische Behandlung in akuten und chronischen Fällen

 

Mit homöopathischen Mitteln können sowohl chronische als auch akute Krankheiten behandelt werden. In akuten Fällen hilft die Homöopathie oft sehr schnell und sehr deutlich. Für chronische Leiden braucht man oft Geduld und Zeit. Sie haben sich über eine längere Zeit entwickelt, und können auch nicht von heute auf morgen einfach weggezaubert werden. Doch in vielen Fällen stellen die Patienten doch nach einiger Zeit zumindest eine Linderung ihrer Probleme fest. So können zum Beispiel Migräne, Hauterkrankungen oder Asthma verbessert und oft auch geheilt werden.

 

Die homöopathische Behandlung ist auch eine gute Wahl, wenn es um seelische Verstimmungen und Probleme geht. Sie unterstützt unsere Selbstheilung auf allen Ebenen. Selbst, wenn körperliche Krankheiten nicht immer geheilt werden können, so kann uns die Homöopathie doch darin unterstützen, unseren Lebensmut dennoch zu bewahren oder wieder zu entdecken.

 


Es gibt keine bloß seelische oder bloß körperliche Heilung.
Heilung ist ein ganzheitliches Geschehen.
Manch körperliches Gesundwerden ist in diesem Sinne keine Heilung

und manche Heilung geschieht auch ohne Gesundung des Körpers.


Peter Schellenbaum

 

Für die homöopathische Erstanamnese berechne ich je nach Zeitaufwand ca. 120.- € bis 150.- €, bei Kindern ist der Betrag geringer und bewegt sich zwischen 60.- €  und 100.- €.  Dies ist auch vom Zeitaufwand abhängig. Weitere Termine berechne ich mit 60.- € pro Stunde. Oft ist auch keine ganze Stunde nötig oder es genügt auch einmal eine kurze Auskunft am Telefon.